27.11.2019 | Hochwasserschutz

Höfken: „Hochwasservorhersagen ab sofort zentral in Mainz“

Umweltministerium konzentriert rheinland-pfälzischen Hochwassermeldedienst auf den Standort Mainz.

„Der Hochwassermeldedienst des Landes wird ab 01. Dezember zentral vom Landesamt für Umwelt (LfU) in Mainz betrieben“, gab Umweltministerin Ulrike Höfken heute im Rahmen einer Sitzung des Umweltausschusses bekannt. Bislang wurden die Hochwasserlageberichte und -vorhersagen für die Mosel durch das Meldezentrum in Trier und für Nahe, Lahn und Sieg durch das Meldezentrum in Koblenz sowie für den Rhein vom Meldezentrum in Mainz erstellt. Die Meldezentren an der Mosel (Trier) und Nahe-Lahn-Sieg (Koblenz) sollen in den nächsten Wochen abgelöst werden – ohne Personalabbau.

„Die fortschreitende technologische Entwicklung macht eine Zentralisierung erforderlich“, sagte Höfken. „Das Vorhersage-Team im LfU konzentriert umfangreiches Expertenwissen für die immer komplexer werdenden Vorhersagesysteme und ist aufgrund häufigerer Einsätze und individueller Schulungen darüber hinaus auch schneller und flexibler bei der Weiterentwicklung der Programme. Durch die Verlagerung der IT-Vorhersagesysteme in redundante Rechenzentren des ‚Landesbetriebs Daten und Informationen‘ (LDI) konnten schon jetzt Schwächen hinsichtlich der technischen Ausfallsicherheit, die eine bundesweite Hochwasservorhersagen-Analyse der ‚Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser‘ (LAWA) nach dem Hochwasser 2013 an Elbe und Donau aufzeigte, behoben werden“, erklärte die Ministerin.

Da die Bundesregierung für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes angekündigt hat, sich aus der bisher gemeinsam betriebenen Hochwasservorhersage am Rhein oberhalb des schiffbaren Wasserstandes zurückzuziehen, wird der Hochwassermeldedienst an den Bundeswasserstraßen zukünftig allein vom Land betrieben.

Bedeutung des Hochwassermeldedienstes
Der Hochwassermeldedienst Rheinland-Pfalz informiert bei Aufkommen eines Hochwassers die für die Gefahrenabwehr zuständigen Stellen, die Öffentlichkeit und die Medien über ansteigenden Wasserstände. „Die Vorhersagen können für die Anwohnerinnen und Anwohner an den Flüssen existenzielle Bedeutung haben. Aufgrund der frühzeitigen Information können Betroffene rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen“, betont Höfken die wichtigen Aufgaben des Dienstes. Am Rhein sei dies zum Beispiel auch für den Einsatz der Hochwasserrückhaltungen wichtig, deren Einsatzreglement sich nach den Vorhersagen richte.

Rasanter technischer Fortschritt
Seit seiner Gründung vor über 30 Jahren hat der Hochwassermeldedienst seine Prognosetechniken stark verbessert. Während 1986 durch einfache Pegelbezugslinien die Wasserstände für wenige Stunden vorhergesagt wurden, setzen die Meldezentren heute auf den Einsatz ausgefeilter Wasserhaushaltsmodelle unter Einsatz verschiedener Wettervorhersagen, mit denen sie Wasserstände für bis zu 48 Stunden prognostizieren und veröffentlichen. Damals wurde die breite Öffentlichkeit per Radioansage, Videotext oder persönlichem Anruf informiert.

Heutzutage veröffentlicht der Hochwassermeldedienst die Daten von 152 Pegeln und Vorhersagen für 53 Pegel auf seiner Internetseite oder durch die Apps „KATWARN“ und „Meine Pegel“. Hier werden aktuelle Wasserstände mindestens stündlich und Vorhersagen bis zu acht Mal täglich aktualisiert. Umweltministerin Höfken zeigt auf, dass die Angebote auf großes Interesse in der Bevölkerung stoßen: „Beim letzten größeren Rhein-Hochwasser im Januar 2018 haben innerhalb von zwei Wochen 80 Millionen Menschen die Internetseite besucht und über 100.000 Bürgerinnen und Bürger installierten die App ‚Meine Pegel‘.“

Enge Zusammenarbeit mit Nachbarländern wichtig
„Für Rheinland-Pfalz als hydrologisches Transitland ist die Zusammenarbeit mit den Dienststellen unserer Nachbarn besonders wichtig. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass der Datenaustausch mit Luxemburg und Frankreich von sechs Pegeln im Jahre 1989 auf heute 145 Pegel und 370 Klimastationen ausgeweitet wurde. Am Rhein findet zudem eine intensive Zusammenarbeit mit der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg statt. Da für den Rhein auch die Hochwasservorhersagen bis zur niederländischen Grenze erstellt werden, ist zudem eine enge Zusammenarbeit mit Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung ein absolutes Muss“, erläuterte Höfken abschließend.

Sie finden die Internetseiten des Hochwassermeldedienstes unter www.hochwasser-rlp.de


04.09.2019 | Hochwasserschutz

Ministerin Höfken: „Schutz vor Hochwasser und Starkregen wird immer wichtiger“

Neues Schöpfwerk in Eich nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet

Eröffnung des neuen Schöpfwerkes Eich„Die Folgen des Klimawandels haben in der vergangenen Zeit nicht nur zu enormen Schäden in den Wäldern geführt, sondern auch zu Extremwetterlagen mit Starkregen und Hochwassern. Der Schutz vor Hochwasser ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit: So hat Rheinland-Pfalz bereits eine halbe Milliarde Euro in den Hochwasserschutz am Oberrhein investiert. Mit dem neuen Schöpfwerk Eich ist nun ein weiterer wichtiger Baustein fertig gestellt, um mehrere Hunderttausend Menschen vor den Folgen von Starkregen und Überschwemmungen zu schützen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute in Eich.
Gemeinsam mit Prof. Hannes Kopf, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, sowie dem Ortsbürgermeister Klaus Willius und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Eich, Maximilian Abstein, wurde das Schöpfwerk nach zwei Jahren Bauzeit offiziell in Betrieb genommen. Die Kosten beliefen sich auf insgesamt 5,86 Millionen Euro. Da der Neubau Teil des Nationalen Hochwasserschutzprogramms ist, hat davon Rheinland-Pfalz 40 Prozent und der Bund über den Sonderrahmenplan Präventiver Hochwasserschutz der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) 60 Prozent übernommen.  

Altes Schöpfwerk stammte aus dem Jahr 1928
„Der Eicher Rheinbogen ist eine wunderschöne Gegend, die von malerischen Orten, dem Weinbau und dem Rhein geprägt ist. Die deichgeschützte Oberrheinniederung ist Lebens-, Arbeits- und Kulturraum.“, so Höfken. „Aber der Rhein ist nicht nur eine Lebensader, sondern in Hochwasserzeiten kann von ihm eine existentielle Bedrohung ausgehen.“ Rheinland-Pfalz hat daher ein umfassendes Maßnahmenprogramm zum Bau von Poldern und Deichertüchtigung aufgelegt, um den Hochwasserschutz am Oberrhein wieder auf das ursprünglich vorhandene Schutzniveau zu bringen. „Der Neubau des Schöpfwerkes hier in Eich ist Teil dieses Maßnahmenpakets“, sagte die Ministerin. Das Schöpfwerk wurde bereits 1928 an der Mündung des Rheins gebaut, um bei Rheinhochwasser den Abfluss der vom Hinterland in den Rhein mündenden Gewässer zu gewährleisten. Außerdem sollte verhindert werden, dass die durch Deiche geschützte Niederung überflutet wird oder dass es im Falle eines Rheinhochwasser zu einem Rückstau aus dem Rhein kommt. 

Neue Nisthilfen für Rauchschwalben-Kolonie
Ein Neubau des Schöpfwerkes war nicht nur wegen festgestellter Baumängel erforderlich, sondern er steht auch im unmittelbaren Zusammenhang mit einer der komplexesten Hochwasserschutzmaßnahmen, die das Land am Oberrhein durchführt: dem Bau des Reserveraums für Extremhochwasser Eich-Guntersblum. Hier soll auf einer Fläche von 850 Hektar ein Rückhalteraum für etwa 28 Millionen Kubikmeter Wasser entstehen. Dieser kann im Katastrophenfall geflutet werden. Das neue Schöpfwerk wurde mit einer vierten und zusätzlichen Pumpe ausgestattet und ist damit auf den Einsatz des Reserveraums angelegt.
„Wir bereiten uns darauf vor, dass die Auswirkungen der Klimaveränderungen zu mehr Hochwasser und mehr Starkregen führen werden. Ich bin froh, dass die SGD Süd hierzu einen umfangreichen Informations- und Dialogprozess in der Region führt – denn selbstverständlich gibt es bei einem solchen Mammutprojekt eine intensive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger“, sagte die Ministerin.Wir bereiten uns darauf vor, dass die Auswirkungen der Klimaveränderungen zu mehr Hochwasser und mehr Starkregen führen werden. Ich bin froh, dass die SGD Süd hierzu einen umfangreichen Informations- und Dialogprozess in der Region führt – denn selbstverständlich gibt es bei einem solchen Mammutprojekt eine intensive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger“, sagte die Ministerin.
Beim Neubau des Schöpfwerks wurde außerdem dafür gesorgt, den Rauchschwalben, die im alten Schöpfwerk ihre Brutplätze hatten, neue Nisthilfen anzubieten. „Die Kolonie hat das neue zu Hause bereits angenommen, das ist sehr schön zu sehen!“ Auf dem landseitigen Deichabschnitt wurde zudem Heumulch aus nicht beeinträchtigten Beständen von Salbei-Glatthaferwiesen und Trespen-Halbtrockenrasen aufgebracht. Weitere Informationen zum Projekt "Neubau des Schöpfwerkes Eich" finden Sie in dem Flyer hier


15.08.2019 | Hochwasserschutz

Höfken: „Klimawandel verlangt verstärkten Hochwasserschutz“

Umweltministerin weiht im Koblenzer Stadtteil Lützel letzten Bauabschnitt des Hochwasserschutzgroßprojekts ein / Land finanziert über 90 Prozent der Gesamtkosten von rund 55 Millionen Euro

„Die Fertigstellung des letzten Bauabschnitts hier in Koblenz-Lützel und der damit einhergehende Abschluss des gesamten Großprojektes bedeutet mehr Hochwasserschutz für Koblenz. Und gleichzeitig auch mehr Lebensqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner“, betonte Umweltministerin Ulrike Höfken heute in Koblenz. Dort weihte sie den achten Bauabschnitt der Hochwasserschutzanlage für die Stadtteile Lützel, Neuendorf und Wallersheim ein. Im Zuge der 2017 begonnenen Arbeiten wurde unter anderem das Hochwasserpumpwerk umgebaut und erweitert sowie die Deichanlagen „An der Bleiche“ zwischen Europa- und Balduinbrücke saniert. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 4,3 Millionen Euro, von denen das Land knapp 2,8 Millionen trug.

Das 2010 gestartete Großprojekt bietet nun von der Europabrücke bis an die Ortsgrenze von Wallersheim auf einer Länge von rund 3,8 Kilometern Schutz für etwa 17.000 Anwohnerinnen und Anwohner vor einem 10-jährlichen Hochwasserereignis. Insgesamt betrugen die Baukosten knapp 55,5 Millionen Euro, wovon das Land rund 51,5 Millionen Euro übernahm. „Für das Großprojekt wurde die Bauherrschaft vom Land Rheinland-Pfalz auf die Stadt Koblenz übertragen. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord hat das Projekt als obere Wasserbehörde von Beginn an fachlich begleitet. Ich danke der Stadt Koblenz und allen Beteiligten, die bei dieser anspruchsvollen Aufgabe eng und gut zusammengearbeitet haben“, so SGD Nord Präsident Ulrich Kleemann.

In ihrer Ansprache wies die Ministerin auf die Bedeutung des technischen Hochwasserschutzes als zentralem Baustein des Hochwasserrisikomanagements hin. „Seit Anfang der 1990er Jahre hat das Land mehr als 700 Millionen Euro in die Errichtung von Hochwasserschutzanlagen investiert. Gerade am Mittelrhein und an der Mosel wurden dabei oftmals hochkomplexe Maßnahmen – bestehend aus Deichen, Mauern, Pumpwerken sowie mobilen Elementen umgesetzt.“

Förderung kommunaler Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte

Höfken hob hervor, dass die nun fertig gestellte Baumaßnahme einen relativ hohen, aber keinen absoluten Schutz gegen Hochwasser biete. Weiter machte sie deutlich, dass der fortschreitende Klimawandel das Ausmaß und die Häufigkeit von Hochwasser- und Starkregenereignissen zunehmend beeinflusse. „Das Land hat auf diese Erfahrungen umgehend reagiert und fördert die Aufstellung kommunaler Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte. Mit der 90-prozentigen Finanzierung durch das Land konnten bisher rund 50 Konzepte fertiggestellt werden, rund 600 Vorsorgekonzepte sind derzeit in der Erstellung und weitere knapp 150 Konzepte werden vorbereitet. Ich freue mich, dass das Konzept für Koblenz-Kesselheim schon vorliegt und die Stadt die Konzepte der übrigen Stadtteile vorbereitet.“

Schließlich unterstrich die Ministerin, dass sich Hochwasserschäden nur durch solidarisches Zusammenwirken wirksam begrenzen ließen. „Die Aktivitäten hier am Rhein sind ein gutes Beispiel für dieses engagierte Miteinander. Bereits seit Mitte der 1990er Jahren arbeiten Ober- und Unterliegen in der Hochwassernotgemeinschaft Rhein eng zusammen. Der Verein versteht sich als Solidargemeinschaft, deren Mitglieder sich zur gegenseitigen Hilfe verpflichten und denen bewusst ist: Jeder Unterlieger ist auch Oberlieger!“

Darüber hinaus hätten sich in Rheinland Pfalz mit Hilfe des Landes Kommunen und Städte eines Einzugsgebietes zu Hochwasserpartnerschaften zusammengeschlossen. „Durch die wirksamere Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch in den Hochwasserpartnerschaften kann die ganze Bandbreite der kommunalen Hochwasservorsorge effizienter gestaltet und das Gefahrenbewusstsein in hochwasserfreien Zeiten bei allen Beteiligten aufrechterhalten werden“, so Höfken abschließend.

 


02. Juli 2019     l      Trinkwasserversorgung

Höfken: Neue Trinkwasserbrunnen für Klimaanpassung und Abfallvermeidung

Umweltministerin weiht im Rahmen ihrer Sommertour in Kaiserslautern ersten öffentlich geförderten Trinkwasserbrunnen ein / Neues Förderprogramm für Kommunen

„Wir alle müssen uns an die Folgen des Klimawandels anpassen. In den zunehmenden Hitzeperioden sind die gesundheitlichen Belastungen für Bürgerinnen und Bürger zum Teil beträchtlich. Wichtig ist daher, ausreichend zu trinken und dafür ein eigenes Trinkgefäß aufzufüllen, um Einwegflaschen zu vermeiden. Darum fördern wir Kommunen, die öffentliche Trinkwasserbrunnen bauen wollen, mit einem neuen Programm“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute in Kaiserslautern. Die Stadtwerke Kaiserslautern haben zwei Trinkwasserbrunnen errichtet, die tagsüber kostenloses Leitungswasser bereitstellen. Gefördert wurde der Aufbau der Trinkwasserspender über das neue Förderprogramm „100 öffentliche Trinkwasserspender für Rheinland-Pfalz“, das mit Unterstützung der Wasserfachverbände LDEW und DVGW und den kommunalen Spitzenverbänden gestartet wurde. Kommunen und deren Wasserversorgungsunternehmen können mit einem Festbetrag von 4.000 Euro für die Aufstellung eines Trinkwasserbrunnens finanziell unterstützt werden. Die Betriebskosten sind von den jeweiligen Unternehmen zu tragen. Die Kommunen müssen sich mit den Gesundheitsämtern zur Überwachung und Beprobung abstimmen.

Müllvermeidung durch Trinkwasserspender
„Kostenloses und gutes Trinkwasser kann von Bürgerinnen und Bürgern auch in eigene Flaschen abgefüllt werden. Das reduziert Plastikmüll durch Einwegflaschen“, sagte Höfken. Diese Maßnahme wird ausdrücklich auch im so-genannten Fünf-Punkte-Plan des Bundesumweltministeriums für weniger Plastik und mehr Recycling empfohlen. „In Deutschland werden stündlich 1,9 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht, pro Tag sind das rund 45 Millionen Stück. Mit den Trinkwasserspendern können wir Müll reduzieren“, sagte Höfken. „Zudem verschlingt die Herstellung von Plastikflaschen jährlich etwa 480.000 Tonnen Rohöl und Erdgaskondensate. Es ist also ressourcenschonend und klimaschützend, wenn wir möglichst auf Einweg und Plastik verzichten und stattdessen wiederverwendbare Flaschen auffüllen können.“ Höfken sagte weiter: „Wir wollen mit dem Förderprogramm außerdem das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger schärfen, dass unser Lebensmittel Nummer 1, das Wasser aus der Leitung, eine hervorragende Qualität hat. Dafür sorgen Unternehmen wie die Stadtwerke Kaiserslautern.“ Rund 215 öffentliche Wasserversorgungsunternehmen versorgen die Verbraucherinnen und Verbraucher, also Haushalte und Kleingewerbe, jährlich mit insgesamt 223 Millionen Kubikmeter bestens aufbereitetem und kontrolliertem Trinkwasser. „Es steht uns allen ständig frisch, in beliebiger Menge und zu niedrigen Preisen zur Verfügung. Abgefülltes Wasser hingegen ist rund 250 Mal teurer als Leitungswasser“, so die Ministerin. Darüber hinaus kann eine Flasche Mineralwasser von der Quelle bis zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern lange Wege zurücklegen und damit etwa 1.000 Mal mehr CO2-Emissionen verursachen als die gleiche Menge aus dem Wasserhahn.

Hintergrund:
Um eine möglichst breite räumliche Verteilung zu erreichen, sollen maximal 2 Brunnen je Kommune gefördert werden. Das Förderprogramm wird befristet auf 2 Jahre angelegt, die Fördermittel werden in der Reihenfolge des Antragseingangs berücksichtigt. Die Kampagne wird ausdrücklich von den kommunalen Spitzenverbänden und den wasserwirtschaftlichen Fachverbänden (DVGW, LDEW) unterstützt. Bisher haben rund 50 Kommunen bzw. Wasserwerke für das Programm Interesse angemeldet. Für 15 Brunnen liegen bereits konkrete Förderanträge vor. Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

 


04. Juni 2019     l      Wasserversorgung

Umweltausschuss besichtigt „Eifel-Pipeline“

Der Umweltausschuss des Landtags Rheinland-Pfalz hat sich am 4. Juni 2019 über den Fortschritt der Bauarbeiten des einzigartigen Infrastrukturprojekts Verbundprojekt Westeifel(„Eifelpipeline“) informiert.  
Das spartenübergreifende Projekt (Trinkwasser, Erdgas, Biogas, Breitband) der Landwerke Eifel AöR leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit mit Trinkwasser von rund 250.000 Bürgerinnen und Bürgern und zeigt auf, dass ein regionaler Energieabgleich möglich ist und damit ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in Rheinland-Pfalz geleistet werden kann.

Den Beitrag aus der Sendung "SWR Aktuell Rheinland-Pfalz" vom 04.06.2019 können Sie hier ansehen.